Was kostet eine professionelle Webseite?

Wie sich Preise zusammensetzen und worauf Sie bei Angeboten achten sollten.
  

Was macht den Wert einer professionellen Webseite aus?

 
 

 

Die Entwicklung einer professionellen Webseite beginnt mit der Frage, was sie erreichen soll. Darauf folgt die Betrachtung der Zielgruppe: Wer soll angesprochen werden, welche Informationen werden erwartet und wie sollen Besucher durch die Webseite geführt werden? Diese Bestandsaufnahme muss nicht zwangsläufig in stundenlangen Meetings entstehen. Oft reichen kurze, gezielte Gespräche, in denen die wichtigsten Eckdaten zusammengetragen werden. Auf dieser Grundlage entsteht das Konzept für die Darstellung der Leistungen – nicht nur optisch, sondern vor allem hinsichtlich Informationsstruktur, Inhaltstiefe und Benutzerführung. Auch die bestehende Corporate Identity spielt dabei eine wichtige Rolle. Farben, Schriften, Gestaltungselemente und die gewünschte Außenwirkung sollten so aufgegriffen werden, dass sich die Webseite nahtlos in den vorhandenen Unternehmensauftritt einfügt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus:
Zielsetzung – was soll erreicht werden?
Zielgruppe – wer soll angesprochen werden?
Außenwirkung – wie soll das Unternehmen wahrgenommen werden?
Daraus entsteht die eigentliche Webseite – in enger Abstimmung mit dem Kunden. Denn das Unternehmen und seine Leistungen müssen sich darin glaubwürdig wiederfinden. Weniger sichtbar, aber mindestens ebenso wichtig, ist der technische Unterbau. Er beeinflusst die Auffindbarkeit in Suchmaschinen und KI-Systemen, den zuverlässigen Betrieb sowie die Frage, wie einfach sich die Webseite später an neue Inhalte, Leistungen oder Anforderungen anpassen lässt.

Was macht eine günstige Webseite günstig?

 
 

 

Ein niedriger Preis bedeutet nicht automatisch schlechte Qualität. Layout, Grafiken und Texte können durchaus ansprechend wirken. Auch technisch erfüllen viele günstige Webseiten ihren Zweck: Sie sind responsive und laden schnell. Günstig werden sie vor allem dadurch, dass möglichst wenig individuell entwickelt wird. Gestaltung, Struktur und Technik basieren auf vorhandenen Systemen, Vorlagen und standardisierten Abläufen.
Austauschbarkeit.
Lässt sich beispielsweise der Firmenname oder die Branche gegen einen beliebigen anderen Begriff austauschen und der Text funktioniert danach noch genauso, ist er kaum individuell. Dasselbe gilt für Bilder, Icons oder sogar das gesamte Layout. Farben und Schriftarten anzupassen, ist dabei noch die geringste Hürde. Das Ergebnis kann gut aussehen – ist aber häufig nur begrenzt auf das Unternehmen, seine Zielgruppe und seine besonderen Anforderungen zugeschnitten.

Was macht eine Webseite teuer?

 
 

 

Teurer wird eine Webseite überall dort, wo Individualität und Abstimmung zunehmen. Ein speziell entwickeltes Erscheinungsbild benötigt mehr Zeit als die Anpassung einer vorhandenen Vorlage. Umfangreiche Inhalte müssen strukturiert, überarbeitet und eingepflegt werden. Individuelle Funktionen, Schnittstellen oder besondere Anforderungen an Bedienung und Datenverarbeitung erhöhen den Entwicklungsaufwand. Auch Abstimmung kostet Zeit. Je mehr Personen beteiligt sind und je häufiger Entwürfe verändert werden, desto größer wird der Projektumfang.
Individualität – Gutes Design ist unsichtbar  –
Der Preis steigt also nicht zwangsläufig mit der sichtbaren Größe der Webseite, sondern vor allem mit der oft unsichtbaren Komplexität.

Warum Preisvergleiche schwierig sind

 
 

 

Zwei Angebote für eine Webseite können völlig unterschiedliche Leistungen enthalten. Bei einem Anbieter werden lediglich Texte und Bilder in ein vorhandenes System übertragen, das Logo getauscht und die Farben angepasst – fertig. Ein anderer Anbieter entwickelt eine Struktur, überarbeitet Inhalte, gestaltet individuelle Seitentypen, optimiert die technische Grundlage, berücksichtigt spezielle Funktionen und übernimmt anschließend Betreuung und Weiterentwicklung. Dazu gehört auch, bei Änderungswünschen oder Problemen zuverlässig erreichbar zu sein.

Welche Lösung braucht ein Unternehmen wirklich?

 
 

 

Für einen kleinen Betrieb kann eine kompakte Seite völlig ausreichen, wenn dort Leistungen, Ansprechpartner, Öffnungszeiten, Kontaktmöglichkeiten und die wichtigsten Informationen und Funktionalitäten gut dargestellt werden. Andere Unternehmen benötigen mehrere Leistungsbereiche, Fachinformationen, Referenzen oder Stellenangebote. Wieder andere brauchen umfangreiche Funktionen, Schnittstellen oder individuell entwickelte Anwendungen.
Nicht jedes Unternehmen benötigt eine große Webseite.
Die sinnvollste Lösung ist deshalb nicht automatisch die größte oder teuerste. Sie sollte zum tatsächlichen Bedarf passen und sich später erweitern lassen. Genau daraus lassen sich unterschiedliche Projektgrößen ableiten: von einer kompakten Unternehmenswebseite über eine klassische mehrseitige Webseite bis hin zu komplexen Plattformen oder Shop-Systemen.

Was sollte ein Angebot erkennen lassen?

Inklusive & exklusive Leistungen
 
 

 

Ein Angebot sollte klar erkennen lassen, welche Leistungen im vereinbarten Preis enthalten sind – und welche nicht. Zur Erstellung einer Webseite gehören je nach Projekt unterschiedliche Leistungen. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Endsumme, sondern auch, welcher Leistungsumfang dafür tatsächlich vereinbart wird. Fest im Angebot enthalten sein sollten insbesondere die Leistungen, die zur eigentlichen Erstellung der Webseite gehören:
Konzeption
Gestaltung
technische Umsetzung
individuell vereinbarte Funktionen
Variable Kosten bei der Erstellung einer Webseite
 
 

 

Nicht alle Kosten lassen sich unabhängig vom vorhandenen Material fest kalkulieren. Entscheidend ist beispielsweise, welche Inhalte bereits vorliegen und welche noch erstellt oder beschafft werden müssen. Ein Angebot sollte deshalb erkennen lassen, welche dieser Leistungen bereits berücksichtigt sind und welche bei Bedarf zusätzlich berechnet werden. Variable Kosten entstehen etwa durch:
Anfertigung neuer Fotos
Erstellung oder Überarbeitung von Texten
Lizenzkosten für zugekauftes Bildmaterial
Übersetzung von Inhalten in weitere Sprachen
zusätzliche Aufwände bei der Onlinestellung
Laufende Kosten für den Betrieb einer Webseite
 
 

 

Mit der Veröffentlichung einer Webseite endet der Aufwand nicht. Für den laufenden Betrieb können je nach technischer Basis und eingesetzten Diensten unterschiedliche Kosten entstehen. Ein Angebot sollte deshalb erkennen lassen, welche regelmäßigen Kosten zu erwarten sind und welche Leistungen darin enthalten sind. Laufende Kosten entstehen durch:
Hosting und Domain
Wartung und Sicherheitsupdates
Lizenzkosten für eingesetzte Software oder externe Dienste
Folgekosten und spätere Erweiterungen
 
 

 

Auch nach der Fertigstellung kann sich der Umfang einer Webseite verändern. Neue Mitarbeiter, zusätzliche Leistungen oder weitere Unterseiten lassen sich je nach technischem System und Vereinbarung unterschiedlich einfach ergänzen. Ein Angebot sollte deshalb erkennen lassen, wie spätere Änderungen abgerechnet werden und mit welchem Aufwand bei Erweiterungen zu rechnen ist. Typische spätere Anpassungen sind:
zusätzliche Unterseiten
Änderungen an bestehenden Inhalten
neue Mitarbeiter oder Ansprechpartner
Erweiterungen ganzer Themen- oder Leistungsbereiche
Nicht alle späteren Kosten entstehen durch Änderungen an der Webseite selbst. Mitunter ergeben sich erst nach der Veröffentlichung zusätzliche Maßnahmen, etwa um Reichweite oder Sichtbarkeit gezielt auszubauen. Dazu können gehören:
Suchmaschinenoptimierung
Social-Media-Marketing
Google Ads oder andere Anzeigenkampagnen
Auch größere technische oder rechtliche Veränderungen können zusätzlichen Aufwand verursachen. Interessant ist deshalb, wie eine Agentur mit solchen Situationen umgeht und welche Kosten daraus für bestehende Kunden entstehen. Ein Beispiel dafür war die Einführung beziehungsweise Verschärfung der Datenschutzanforderungen durch die DSGVO: Mussten bestehende Webseiten angepasst werden – und wie wurden diese Arbeiten gegenüber den Kunden abgerechnet?
Zusammengefasst

Gerade beim Preisvergleich lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Endsumme zu schauen, sondern auch darauf, was im Preis enthalten ist und welche Kosten später entstehen können.

Die Preise für Webseiten können weit auseinanderliegen

 
 

 

Einfache Lösungen beginnen bereits bei wenigen hundert Euro. Umfangreiche Projekte mit individuellen Funktionen, Schnittstellen oder komplexen Datenstrukturen können dagegen mehrere zehntausend Euro kosten. Auch bei uns reicht die Spanne – je nach Anforderung – von etwa 650 Euro für sehr einfache Lösungen bis zu 40.000 Euro und mehr für umfangreiche Plattformen.
Konzeption, Gestaltung, technische Umsetzung

Der Preis für die Erstellung richtet sich vor allem nach Umfang und Anforderungen der Webseite. Eine kleine Unternehmensseite benötigt weniger Konzeption, Gestaltung und technische Umsetzung als eine umfangreiche Lösung mit individuellen Funktionen und Datenstrukturen.

 

Daraus ergeben sich bei uns folgende Größenordnungen:

Visitenkarte
Sehr kompakter Webauftritt mit minimalen Informationen.
ab € 650,-
Kompakt
Vollständige kleine Webseite für klar umrissene Anforderungen. (mehr dazu)
ab € 1200,-
Klassisch
Individuelle Unternehmenswebseite mit mehreren Inhalten und Funktionen.
ab € 4300,-
Plattform
Umfangreiche Lösungen mit individuellen Abläufen, Datenstrukturen oder Schnittstellen.
ab € 9400,-

 

Variable Kosten bei der Erstellung
Texte
€ 65,- / Std

Texte können selbst geliefert oder von uns erstellt und überarbeitet werden. Der Aufwand richtet sich nach Umfang und notwendiger Abstimmung.

Als Größenordnung können für eine durchschnittliche A4-Seite etwa 120 Euro angesetzt werden. Bei einer kompakten Webseite entstehen so beispielsweise rund 250 Euro, bei umfangreicheren Unternehmensseiten etwa 950 bis 1.800 Euro.

Bilder
ab € 18,- / Stk

Bilder können vom Kunden zur Verfügung gestellt werden. Grafiken und Bildmaterial, die für die Gestaltung der Webseite notwendig sind, sind grundsätzlich im Projektpreis enthalten.

Werden zusätzliche Bilder zugekauft, entstehen Lizenzkosten ab etwa 18 Euro pro Bild. Je nach Anbieter und gewünschtem Bildmaterial können diese auch deutlich höher ausfallen.

Sollen individuelle Aufnahmen vor Ort erstellt werden, können zusätzlich Kosten für einen Fotografen entstehen. Diese hängen stark von Umfang, Motivwahl und gewünschter Bildqualität ab und lassen sich deshalb nicht sinnvoll pauschal beziffern.

Laufende Kosten für den Betrieb
Hosting und Domain
ca. € 12,- / Monat

Für Hosting und Domain fallen laufende Kosten von etwa 12 Euro pro Monat an. Darin enthalten ist eine .de-Domain sowie der technische Betrieb der Webseite.

Wartung und Sicherheitsupdates
ab € 18,- / Monat

Für Wartung und Sicherheitsupdates fallen Kosten ab 18 Euro pro Monat an. Darin enthalten sind die notwendigen technischen Arbeiten, um die Webseite aktuell und funktionsfähig zu halten.

Kleinere Änderungen übernehmen wir im Rahmen der Betreuung häufig ohne zusätzliche Berechnung – beispielsweise Anpassungen im Impressum, Änderungen bei Mitarbeitern, Urlaubszeiten oder aktuelle Hinweise. Viele dieser Inhalte können auch selbst gepflegt werden, müssen es aber nicht.

In der Vergangenheit haben wir im Rahmen unserer Wartungsverträge auf Kulanz auch notwendige Anpassungen an geänderte gesetzliche Anforderungen durchgeführt. So wurden beispielsweise die erforderlichen Änderungen zum Geltungsbeginn der DSGVO im Jahr 2018 bei unseren betreuten Webseiten ohne zusätzliche Berechnung umgesetzt.

Ein niedriger Einstiegspreis sagt wenig über die tatsächlichen Kosten aus
 
 

 

Je mehr Leistungen zu einem erstaunlich niedrigen Preis versprochen werden, desto genauer sollte man hinschauen. Manche Angebote arbeiten beispielsweise mit monatlichen Pauschalen von 80 Euro oder mehr. Diese enthalten häufig Hosting, Wartung, Support oder weitere Leistungen. Das kann sinnvoll sein – allerdings sollte man prüfen, ob diese Leistungen tatsächlich benötigt werden. Bei 80 Euro im Monat entstehen innerhalb von drei Jahren bereits 2.880 Euro laufende Kosten. Entscheidend ist deshalb nicht nur, was monatlich enthalten ist, sondern auch, welche Leistungen tatsächlich genutzt werden und wie lange die Bindung besteht.
Billig in der Erstellung kann teuer im Betrieb werden.
Kritisch sollte man Angebote betrachten, die für einen sehr niedrigen Einstiegspreis gleichzeitig umfangreiche Leistungen versprechen – auch KI ist kein Zauberwerkzeug. Dazu gehören etwa Suchmaschinenoptimierung, garantierte Spitzenplatzierungen, laufendes Marketing, Social Media, Betreuung und weitere Zusatzleistungen. Ein breites Leistungspaket kann sinnvoll sein. Entscheidend ist jedoch, welche Leistungen tatsächlich erbracht werden, wie umfangreich sie sind und ob sie für das eigene Unternehmen überhaupt benötigt werden. Gerade bei sehr günstigen Pauschalangeboten lohnt sich deshalb ein genauer Blick darauf, was hinter den einzelnen Versprechen konkret steckt.
Fazit

Die Kosten einer Webseite richten sich nach Einsatzzweck und Anforderungen. Ein faires Angebot sollte bereits im Vorfeld Klarheit über Leistungen und mögliche Folgekosten schaffen.

Webdesign-Agentur aus Bielefeld für Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe