KI baut Webseiten in fünf Minuten. Und dann?

Schnell erstellt ist noch lange nicht richtig gebaut.
  
KI kann heute in wenigen Minuten eine Webseite erzeugen. Das stimmt.Oft sieht das erste Ergebnis sogar erstaunlich ordentlich aus. Layout, Bilder und Texte passen zusammen, die Seite funktioniert auf dem Smartphone und lädt schnell. Nur entsteht daraus noch nicht automatisch eine Webseite, die ein Unternehmen tatsächlich braucht.

Zuerst muss man die KI bändigen

Auch ein KI-Tool muss geführt werden.
 
 

 

Je genauer die eigenen Vorstellungen sind, desto mehr Vorgaben, Korrekturen und Nacharbeiten werden notwendig. Das unterscheidet sich im Grunde gar nicht so stark von klassischen Website-Baukästen: Das System stellt Möglichkeiten bereit – und setzt gleichzeitig Grenzen. Wer genau weiß, was er möchte, kann diese Grenzen bewusst umgehen oder das Ergebnis gezielt korrigieren. Wer diese Erfahrung nicht hat, übernimmt dagegen schnell das, was das System vorschlägt. Das Ergebnis ist dann nicht unbedingt die Webseite, die man sich ursprünglich vorgestellt hat.
Sondern die Webseite, die man mit dem jeweiligen System hinbekommt.

Das Werkzeug bestimmt das Ergebnis mit

Dieser Effekt ist beim Selberbauen nicht neu.
 
 

 

Man beginnt mit einer Vorstellung und stellt während der Umsetzung fest, dass bestimmte Dinge komplizierter sind als gedacht. Andere Funktionen lassen sich nur auf eine bestimmte Weise umsetzen. Das Layout verhält sich anders als erwartet oder eine gewünschte Struktur passt nicht zum vorgegebenen System.
Also wird angepasst.
Nicht unbedingt, weil die neue Lösung besser ist – sondern weil sie einfacher umzusetzen ist. Je weniger Erfahrung vorhanden ist, desto schwieriger wird es dabei einzuschätzen, ob man gerade eine sinnvolle Entscheidung trifft oder lediglich einer Einschränkung des verwendeten Werkzeugs folgt.

„Sieht gut aus“ ist nur der Anfang

 
 

 

Eine KI-generierte Webseite kann optisch ansprechend sein, gute Bilder und Texte enthalten, responsive funktionieren und schnell laden. Schwieriger ist die Frage, ob die richtigen Informationen an der richtigen Stelle stehen. Erfahrung aus vielen Projekten hilft dabei, typische Erwartungen von Besuchern vorwegzunehmen. Eine Arztpraxis benötigt andere Schwerpunkte als ein Handwerksbetrieb oder eine Steuerkanzlei. Telefonnummern, Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Terminmöglichkeiten, Leistungen oder Referenzen müssen dort sichtbar sein, wo Besucher sie erwarten. Eine Webseite besteht deshalb ebenso wenig nur aus hübsch angeordneten Elementen wie ein Haus aus passend aufeinandergestapelten Steinen. Beim Hausbau entscheiden schließlich auch Grundriss, Statik und Baufolge darüber, ob das Ergebnis funktioniert.

Danach beginnen die eigentlichen Fragen

 
 

 

Ist die Webseite veröffentlicht, beginnt der Teil, der in vielen Werbeversprechen kaum vorkommt.
Wird sie überhaupt gefunden?
Ist der Datenschutz sauber umgesetzt?
Sind Inhalte und technische Struktur für Suchmaschinen und KI-Systeme verständlich?
Funktioniert sie tatsächlich auf unterschiedlichen Geräten und Bildschirmgrößen?
Eine Webseite ist kein einmaliges Bild, das nach der Veröffentlichung unverändert bestehen bleibt. Unternehmen verändern sich – und damit auch ihre Anforderungen.Daraus ergeben sich die für ein Unternehmen entscheidenden Fragen.
Was passiert, wenn neue Anforderungen entstehen?
Und lässt sich die Webseite später überhaupt sinnvoll erweitern?
Wer hält Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Leistungen und Stellenangebote aktuell?

Schnell gebaut – und dann?

 
 

 

Viele Webseiten scheitern nicht an ihrer Erstellung. 
Sie scheitern danach.
 
Öffnungszeiten bleiben veraltet, Ansprechpartner stimmen nicht mehr, Hinweise werden nicht entfernt und neue Leistungen finden keinen Platz. Die Seite wird kaum gefunden und technisch irgendwann nicht mehr weiterentwickelt.
 Sie existiert noch – erfüllt aber ihren eigentlichen Zweck immer weniger.
Schnell gebaut, nie gefunden, still gestorben.

FAZIT

 
 

 

KI ist ein Werkzeug, das Webdesign massiv verändert.
Sie beschleunigt auch unsere eigene Arbeit. Entwürfe, Texte, Bilder oder Code lassen sich heute erheblich schneller erstellen als noch vor wenigen Jahren.

 

Das ist ein Vorteil – den wir an unseren Kunden weitergeben.
Aber KI nimmt niemandem die Entscheidung ab, welche Webseite für ein konkretes Unternehmen die richtige ist. Sie ersetzt weder Zielsetzung noch Erfahrung, Kontrolle oder Verantwortung. Die entscheidende Frage lautet deshalb inzwischen weniger:
Kann ich eine Webseite bauen?
Sondern:
Baue ich die richtige?
Webdesign-Agentur aus Bielefeld für Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe