Webseiten im Wandel der Zeit

Eine Reise durch die Zeit des Internets.
  
Webseiten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Technik, Nutzung und Erwartungen sind heute völlig andere als in den Anfangsjahren des Internets. Ein Rückblick zeigt, warum Webseiten heute anders gedacht werden müssen als früher.

1990er – Hauptsache im Internet

 
 

 

Die Aufmerksamkeit war enorm. Große Konzerne, die eine eigene Webseite hatten, wurden noch in der Tagesschau vorgestellt – der erste Hype um eine neue Technik entstand. Für kleine und mittelständische Unternehmen stellte sich die Frage nach einer eigenen Webseite noch nicht einmal. Erst gegen Ende des Jahrzehnts begannen auch kleinere Unternehmen mit ersten Gehversuchen online. Die allgemeine Unsicherheit, welche Informationen überhaupt auf der eigenen Seite dargestellt werden sollten, war entsprechend groß. Der praktische Nutzen blieb weiterhin eher fragwürdig, da private Internetzugänge noch eher exotischen Charakter hatten. Immerhin, überhaupt im Internet präsent zu sein, galt schon mal als äußerst innovativ.

2000 – Webseiten werden umfangreicher

 
 

 

Mit dem Aufkommen der DSL-Anschlüsse und vor allem der damit verbundenen Flatrate änderte sich die Akzeptanz des Internets in der „breiten Masse“ schlagartig. Plötzlich hatte fast jeder einen Internetzugang und das Web war in aller Munde. Zahlreiche private Webseiten zur Darstellung der eigenen Hobbys bildeten den Vorreiter des nächsten großen Hypes. Ganz neue Möglichkeiten entstanden durch Amazon und eBay.
Auf einmal musste jedes Unternehmen irgendwie ins Internet, um den Trend nicht zu verpassen.
 Was man als Unternehmen jetzt konkret darstellen sollte, war weiterhin ziemlich unklar. Team, Leistungen, Produkte, Vita des Geschäftsführers, Timeline? Zeitgleich tauchte eine neue, bis dahin in Deutschland noch vollkommen unbekannte Suchmaschine auf und es begann der Wettkampf darum, bei eben dieser Suchmaschine möglichst prominent erwähnt zu werden.

2010 – Das Smartphone verändert alles

 
 

 

Inzwischen war klar: Wer im Internet nicht zumindest präsent ist, wird kaum noch wahrgenommen. Klassische Branchenverzeichnisse in den Printmedien verloren zunehmend an Bedeutung. Ein Trend, der sich in den nächsten Jahren noch verstärken sollte. Nachdem im Jahre 2007 das erste „echte“ Smartphone von Apple vorgestellt wurde und dieses neue Accessoire rasante Verbreitung in allen Bevölkerungsgruppen fand, mussten Webseiten nicht nur auf den üblichen Monitoren ordentlich angezeigt werden, sondern responsives Webdesign wurde zur Pflicht. Zeitgleich sorgte das Aufkommen der sozialen Medien für eine weitere Verschiebung des Marktes – speziell des Anzeigenmarktes.

2020 – Informationen sind überall verfügbar

 
 

 

Knapp 20 Jahre nach dem ersten Hype sind Webseiten zur Selbstverständlichkeit geworden und Anzeigen in den Printmedien fast vollkommen in der Bedeutungslosigkeit versunken. Selbst nach dem Notdienst wird heute zuerst gegoogelt. Aus den anfänglichen sozialen Medien sind zahlreiche spezialisierte Informationsplattformen entstanden, die oft selbst schon die Möglichkeit zur Darstellung der eigenen Firma bieten – jedoch zum Preis der Uniformität. Die Rolle der eigenen Webseite hat sich dadurch verändert. Es geht kaum noch darum, überhaupt präsent zu sein. Wichtiger ist es, die Identität des eigenen Unternehmens darzustellen – flankiert von Leistungsangeboten, die standardisierte Portale einfach nicht abdecken können. Portale stellen eine sinnvolle Ergänzung dar, aber man geht dort auch schnell in der Masse unter.

2023 – KI verändert die Spielregeln

 
 

 

Viele Unternehmenswebseiten folgen noch immer einem klassischen Aufbau:
Startseite, Unternehmen, Leistungen, Team, Referenzen, Kontakt – möglichst alles auf einzelnen Unterseiten.
 Ein Aufbau, der über viele Jahre vollkommen sinnvoll war. Gleichzeitig ermöglichen Baukastensysteme und spätestens seit 2023 auch KI-Systeme nahezu jedem, innerhalb kürzester Zeit eine eigene Webseite zu erstellen. Texte werden automatisch geschrieben, Bilder erzeugt und komplette Layouts vorgeschlagen.Damit verschiebt sich die Frage erneut. Es geht heute weniger darum, ob man technisch eine Webseite erstellen kann. Das kann inzwischen fast jeder. Entscheidender ist die Frage, welche Webseite man überhaupt noch braucht.
Denn ein Großteil der Informationen, für die früher umfangreiche Unternehmenswebseiten notwendig waren, wird heute bereits über Suchmaschinen, Karten, Bewertungsportale, soziale Medien oder spezialisierte Plattformen gefunden.
 Für viele Unternehmen bedeutet das:
Eine klassische Webseite mit einer Vielzahl von Unterseiten ist inzwischen gar nicht mehr zwingend erforderlich.
Eine kompakte Webseite kann vollkommen ausreichen, wenn sie die entscheidenden Informationen verständlich zusammenfasst, die Identität des Unternehmens vermittelt und dort ergänzt, wo standardisierte Plattformen an ihre Grenzen stoßen.
Fazit

Eine Webseite technisch zu erzeugen, ist heute einfacher denn je.

 

Zu entscheiden, welche Inhalte notwendig sind, wie sie gewichtet werden und was man guten Gewissens weglassen kann, ist dadurch nicht einfacher geworden.

Webdesign-Agentur aus Bielefeld für Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe